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JMD-Programm „Respekt Coaches“

 

Respekt Coaches in Bayreuth

 

Wir sind

  • einer von bundesweit 270 Standorten des Präventionsprogramms „JMD - Respekt Coaches“.
  • seit September 2021 dabei, den Standort Bayreuth aufzubauen.

 

Ziele des Programms

Wir wollen dass

  • junge Menschen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft erleben.
  • sie unterschiedliche Meinungen aushalten und für ihre Meinung und Position einstehen.
  • Jugendliche sich nicht radikalisieren.
  • Jugendliche und junge Erwachsene menschenfeindliche Ideologien erkennen und diesen widerstehen.
  • sie Perspektiven für ihr Leben entwickeln und wahrnehmen.

 

Unsere Strategien

Wir

  • organisieren primärpräventive Gruppenangebote an Kooperationsschulen, z. B. zu den Themen Diskriminierung,  Mobbing und Vielfalt.
  • schließen mit Schulen Kooperationsvereinbarungen, um langfristig und bedarfsgerecht mit den Schulen zusammen zu arbeiten.

 

Unsere Angebote

Wir arbeiten mit externen Trägern der politischen Jugendbildung  zusammen. Dadurch können wir für den jeweiligen Bedarf an den Schulen unterschiedliche Methoden anbieten und Inhalte bearbeiten.

 

Kreative Methoden

Theater-und Musikprojekte, Rollenspiele, Biografie-Arbeit, Workshops, Erlebnispädagogik, Graffiti, Tanzpädagogik

 

Unsere derzeitigen Kooperationsschulen

 

Kontakt

JMD-Respekt Coaches

Himmelkronstraße 19

95445 Bayreuth

Tel.: 0921 / 74549435

 

Ansprechpartnerinnen

Konstanze Rau

Email: rau@caritas-bayreuth.de

 

Isabel Löwentraut

Email: loewentraut@caritas-bayreuth.de

 

Sprechzeiten

nach Vereinbarung

 

 

Rückblick der Respekt Coaches auf das Jahr 2025:

Im Jahr 2025 waren zwei Respekt Coaches in Teilzeit im Einsatz. Während der Elternzeit von Matilde Rocchi übernahm Isabel Löwentraut zur Jahreshälfte die Vertretung. Die Kooperationen mit der Mittelschule Bayreuth-Altstadt und dem Richard-Wagner-Gymnasium wurden fortgeführt. Gegen Ende des Jahres kam außerdem die Kooperation mit der Montessori-Schule hinzu.

 

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder zahlreiche Schüler*innen an unseren Kooperationsschulen durch bedarfsgerechte Gruppenangebote erreichen.

Am Richard-Wagner-Gymnasium lag der Schwerpunkt bei der Gestaltung von Gruppenangeboten auf den Themen Rassismus, Demokratieförderung und Mädchenarbeit. So wurden beispielsweise für die 9. Klassen in Nürnberg in Kooperation mit dem Caritas-Pirckheimer-Haus Planspiele zu Demokratiebildung und Extremismusprävention durchgeführt. Ergänzend dazu fand für die MINTAs* der 9.–10. Klasse eine Workshopreihe zu Themen wie Sexismus, Liebe, Beziehungen und Gewaltprävention statt. Begleitet wurde diese von der Sexualpädagogin Julia Jenkner. Zu Beginn des Schuljahres führte Isabel Löwentraut erlebnispädagogische Aktionen zur Stärkung des Klassenzusammenhalts in verschiedenen Klassen durch.

An der Mittelschule standen die Stärkung sozialer Kompetenzen und das Empowerment von Schüler*innen mit Diskriminierungserfahrungen im Fokus. Erlebnispädagogische Angebote für die Klassen 5–7 und die Deutschklassen förderten beispielsweise ein respektvolles Miteinander. Zudem wurden soziale Kompetenzen wie Zuhören, Vertrauen und Kooperation gestärkt. Die Bayreuther Initiative „Afrika@school” bot den 7. Klassen mit ihrem Workshop eine weitere Perspektive auf den Kolonialismus. Ein Boxtraining von „Out of the Box“ aus München für die 5.–7. Klassen machte die Wahrnehmung eigener und fremder Grenzen praktisch erfahrbar. Die HEROES aus Nürnberg arbeiteten derweil mit den 8. Klassen theaterpädagogisch zu den Themen Geschlechterrollen und Liebe. Zudem wurde die Streitschlichterausbildung durch die Respekt Coaches unterstützt.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Stärkung des Selbstwertgefühls von Jugendlichen. Sie möchten ernst genommen werden, ihre Erfahrungen einbringen und gehört werden – genau hier setzen wir seit 2021 mit unserer wertvollen Arbeit an. Seitdem werden wir immer wieder von verschiedenen Schulen kontaktiert, die ebenfalls Präventionsarbeit in Bezug auf Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit an ihrer Schule verankern möchten. Diese Anfragen müssen wir jedoch aus personellen Kapazitätsgründen größtenteils ablehnen. Obwohl das Programm bis Ende 2026 fortgeführt wird, soll die Finanzierung darüber hinaus auslaufen.

 

Ausblick

Trotz des Programmendes aufgrund fehlender Finanzierung durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ende 2026 setzen wir uns für eine nachhaltige Verankerung der Präventionsarbeit an den beteiligten Kooperationsschulen ein. So ermöglichen wir den Schüler*innen auch weiterhin eine multiperspektivische, vielfaltsorientierte und bewertungsfreie Auseinandersetzung mit wichtigen Themen wie Zugehörigkeit, Extremismus, Fake News und Social Media. Gleichzeitig beziehen wir Stellung gegen die Einstellung der Mittel für ein gelingendes Zusammenleben in einer vielfältigen Schule. Wir setzen uns dafür ein, dass die erfolgreichen Ansätze des JMD-Respekt-Coaches-Programms flächendeckend und strukturell verankert werden.

 

Respekt Coaches https://www.lass-uns-reden.de/

Caritas – Pirkheimer – Haus -> https://www.cph-nuernberg.de/

Julia Jenkner -> https://www.juliajenkner.de/ueber-mich/

Projekt Afrika@school -> https://www.modelafricanunion.de/afrikaatschool/

Boxtraining -> https://out-of-the-box.coach/

HEROES -> https://heroes-nuernberg.de/

 

 

Beispiele für vergangene Veranstaltungen 2024:

Aufgrund der Haushaltskürzungen des Bundes war die Stelle in diesem Jahr mit einer Teilzeitstelle besetzt. Die bewährten Kooperationen mit der Mittelschule Bayreuth-Altstadt sowie dem Richard-Wagner-Gymnasium konnten fortgeführt und auf die Bedürfnisse der Schulen zugeschnittene Angebote entwickelt werden, die hier kurz vorgestellt werden.

Am Gymnasium lag der Schwerpunkt bei der Entwicklung von Gruppenangeboten auf den Themen Diskriminierung, Rassismus und Medienkompetenz. So profitierten beispielsweise die Schüler*innen der 11. Klassen von vier Workshops während der WELTfairÄNDERER-Woche. Die Workshops beschäftigten sich mit den Themen Flucht und Migration, Kolonialgeschichte in Bayreuth, Alltagsrassismus in der Schule sowie rechtsextreme Ideologien im Natur- und Umweltschutz. Die externen Referent*innen brachten Perspektiven aus dem Globalen Süden sowie eigene migrantische Erfahrungen ein und entwickelten gemeinsam mit den Schüler*innen Handlungsmöglichkeiten für eine fairere und gerechtere Gesellschaft. Die Workshops wurden von den Anbietern Bildung trifft Entwicklung, der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz und der Bayreuther Initiative Caredu angeboten.

Weitere Veranstaltungen am Gymnasium waren die Multiplikator*innen-Schulung der SMV zu Fake News und Hate Speech mit dem Anbieter „Workshoppen“ sowie ein Ausflug der Schüler*innen der 9. Klasse zum DoKuPäd nach Nürnberg, um sich mit der Entstehung von Stereotypen und der Wirkmacht von Diskriminierung auseinanderzusetzen.

In der Mittelschule lag der Schwerpunkt auf der Stärkung sozialer Kompetenzen und dem Empowerment von Schüler*innen mit Diskriminierungserfahrungen sowie dem Angebot interaktiver Workshops. Erlebnispädagogische Einheiten in der Unterstufe förderten ein respektvolles Miteinander in den Klassen. Aufbauend auf den erlebnispädagogischen Einheiten diskutierte die Autorin Antje Haugg in einer Lesung mit den 5. Klassen über das Tourette-Syndrom und Mobbingmechanismen. Das Projekt Afrika@school bot Workshops zur Vielfalt Afrikas für die 7. Klassen an, während ein Boxtraining die 6. Klassen in der Wahrnehmung eigener und fremder Grenzen stärkte. Die HEROES aus Nürnberg arbeiteten mit 8. Klassen theaterpädagogisch zu Liebe, Beziehung und Geschlechterrollen. Im Butterfly-Projekt setzten sich Schüler*innen mit Biografien jüdischer Kinder aus Bayreuth und Umgebung auseinander und thematisierten Antisemitismus während der NS-Zeit.

Stand Februar 2025

 

Beispiele für vergangene Veranstaltungen 2023:

Feministischer Stadtrundgang:

Für das Richard-Wagner-Gymnasium organisierten wir als Respekt Coaches einen feministischen Stadtrundgang. Mehr dazu finden Sie unter folgendem Link.

In der kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Sexismus wurde eine Geschlechterrollen-Workshop-Reihe am Gymnasium sowie an der Mittelschule angeboten. Dafür haben wir mit den Kooperationspartner*innen RespACT am Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg, der freiberuflichen Sozialpädagogin Julia Jenkner und den HEROES aus Nürnberg zusammengearbeitet. Darüber hinaus fanden zu dem Thema zwei Forumstheater-Workshops mit Klaus-Wührl-Struller statt.

An der Mittelschule wurde eine erlebnispädagogische Reihe für die Stärkung des Klassenzusammenhalts und einem wertschätzenden Miteinander angeboten. Der Verein EPI e.V. hat dafür einen erlebnispädagogischen Tag in Nürnberg gestaltet. Die 6. Klassen wurden darüber hinaus längerfristig von einer zertifizierten Erlebnispädagogin begleitet.

Die Mittelschule hatte Besuch von der Referentin Gloria Igabe vom Projekt Afrika@school, um mit den Schüler*innen der Frage nachzugehen, was sie aus dem Umweltschutz in Ruanda lernen können.

Zum Ausklang des Jahres 2023 führte der Verein Schwarze Schafe e.V. Workshops zu den Themen Anti-Rassismus und Zusammenleben in verschiedenen Klassen des Gymnasiums sowie in der Mittelschule durch.

Stand Juli 2024